Nach dem verregneten Sonnabend zeigte sich das Wetter am Sonntag wirklich von seiner besten Seite. Wir haben uns recht früh auf den Weg zum Eurospeedway Lausitz gemacht, wollten wir doch auf gar keinen Fall den zweiten Teil des am Vortag wegen schlechten Wetters abgebrochenen Qualifyings verpassen. Auf den Straßen war einiges mehr los als am Sonnabend, es kam zu vereinzelten Staus allerdings hatten die eingesetzten Ordner nebst reichlich vorhandener Polizei die Sache gut im Griff. Die Parkplätze waren durch den vorangegangenen Regentag doch merklich aufgeweicht, der Weg zur Asphaltstrasse rund um den Ring führte dadurch mehr oder weniger durch Pfützen und Schlamm doch für das Wetter kann ja der Veranstalter nix.

 

Was mich persönlich echt angenervt hat waren die überall präsenten Karten-Käufer bzw. Karten-Verkäufer. Akzent Osteuropa, Karten-Mafia? Ehrlich gesagt kommt man sich echt komisch vor wenn man das nicht gewöhnt ist, muss nicht sein so was meiner Meinung nach sollte die reichlich vorhandene Security diesem aufdringlichen Kartenhandel einen Riegel vorschieben. Das Red Bull Air Race interessiert die Kartenhändler null komma nix, der persönliche Profit zählt. Nicht falsch verstehen, ich habe kein Problem damit wenn mal einer seine zu viel gekauften Karten verhökern will. Wenn das ganze aber zu proffessionellem Karten Handel ausartet hört der Spass bei mir auf. Dann muss der Veranstalter einschreiten.

 

Die Rennleitung hatte sich nach Beratung um 11 Uhr entschlossen das am Vortag nach sieben gewerteten Piloten abgebrochene Qualifying komplett am Sonntag ab 12:30 Uhr zu wiederholen. Ich fand das eine weise Entscheidung, zu groß wäre ansonsten der Wettbewerbsnachteil für die sieben bereits am Sonnabend gestarteten Piloten gewesen.

 

Bis zum Beginn des Qualifying hatte ich Gelegenheit das bunte Treiben in der Nähe der Tribüne zu beobachten inclusive VIP-Eingang. Ich gestehe, wenn die Red Bull Air Race Serie 2012 (2011 ist erst mal Denk und Planungspause) wieder am Eurospeedway Lausitz gastieren sollte, gönnen wir uns die VIP-Karten. Gerade die High Flyers Lounge hat es uns angetan, so dicht dran an den Piloten war wohl keiner am Wochenende.

 

Die deutsche Flagge getragen von einem Fallschirmspringer schwebte unter großem Beifall ein, eine tolle Geste. Die Spannung stieg, eine nach der anderen wurden die Maschinen aus der Boxengasse in Richtung Vorfeld geschoben.

 

 

Matthias Dolderer startete wie am Vortag als erster um das Qualifying zu eröffnen. Nach ein paar Minuten in der Luft war es dann auch schon soweit, der Renndirektor erteilte ihm die Freigabe zum Einfliegen in den Race-Track und das bekannte “Smoke On” hallte aus den Lautsprechern.

 

Hannes-ArchIm Qualifying ging es erneut hart zur Sache, im Vergleich zum Vortag legten alle Piloten bei wirklich gutem Flugwetter deutlich zu. Hannes Arch verpasste allerdings nach einem kleinen Fehler den Zusatzpunkt für die schnellste Qualifying Zeit, Paul Bonhomme machte seinem Spitznamen “Mr.Konstant” mal wieder alle Ehre und entschied das Qualifying für sich.

 

Für uns war es immer wieder absolut faszinierend wie genau die Piloten in der geringen Höhe die Air-Gates anflogen. Hammerhart, die besten der besten, ohne Übertreibung, das muss man einfach Live erlebt haben. Ken Jepsen bemühte sich um die Moderation des ganzen, man kann da sicher geteilter Meinung sein, ich denke mal er hat seine Sache gut gemacht.

 

Matthias-Dolderer-mit-BunnysDas eigentliche Rennen setzte dem ganzen die Krone auf, Spannung pur. Jedesmal wenn der deutsche Matthias Dolderer oder die Bunnys die ihn auf Schritt und tritt begleiteten sichtbar wurden ging tosender Beifall durchs Publikum. Hat ihm sichtlich gefallen denke ich mal. Überhaupt konnte man beobachten wie sehr die Piloten die Nähe zu ihren Fans genossen, Peter Besenyei wurde sobald er auftauchte immer wieder mit Beifall bedacht, ein absolut symphatischer Typ der Ungar, ein Urgestein des Red Bull Air Race der alle der bisher 50 Rennen mitgemacht hat.

 

Matthias Dolderer ging in allen Durchgängen volles Risiko und erreichte unter dem Beifall der Zuschauer die Super 8. Am Ende sprang ein 7. Platz für ihn heraus, tolle Sache bei der Leistungsdichte der Piloten.

 

Sandra ThierZwischendurch tauchte immer mal wieder Miss Air Race Sandra Thier auf der Tribüne auf die mit dem Rennzirkus der Lüfte durch die Welt reist, die Piloten interviewt und den Renntag für RTL moderiert. Sie versucht eine Moderation, ist aber nicht ganz einfach bei der Masse an Leuten die sie natürlich kennen und am liebsten ein Autogramm von ihr möchten. :)

 

Für das Final-4 qualifizierten sich schlussendlich Hannes Arch, Paul Bonhomme, Matt Hall und Nigel Lamb. Nigel Lamb’s Ambitionen auf den Sieg am EuroSpeedway lösten sich beim Rollen zum Start allerdings in Luft auf. Der Brite erlebte als erster Pilot der Red Bull Air Race Serie einen Reifenschaden der einen Start in den Final-4 unmöglich machte.

 

 

Hannes Arch entschied das Finale nach großem Kampf für sich, gefolgt von Paul Bonhomme und Matt Hall.

 

Herzlichen Glückwunsch Hannes Arch zum Sieg auf dem EuroSpeedway Lausitz!

 

Titelverteidiger Paul Bonhomme genügte allerdings der zweite Platz am EuroSpeedway Lausitz um zum zweiten mal in Folge den Weltmeistertitel der Red Bull Air Race Serie zu gewinnen.

 

Herzlichen Glückwunsch Paul Bonhomme zum Gewinn des Weltmeistertitel der Red Bull Air Race Serie 2010!

 

Unser Fazit:
Für uns war es ein ganz tolles Wochenende, erlebnisreich und ohne Probleme. Die Red Bull Air Race Serie hält auf jeden Fall was sie verspricht. Wenn die Serie im Jahr 2012 wieder zum EuroSpeedway Lausitz kommt dann sind wir auf jeden Fall wieder dabei. Auch die Piloten waren voll des Lobes für den EuroSpeedway Lausitz und seine Zuschauer. Paul Bonhomme sagte die Anlage sei wunderbar für seinen Sport geignet und hofft das die Red Bull Air Race Serie wieder auf den Lausitzring zurück kommt. Matt Hall schwärmte ebenfalls vom Air Race in einem Motodrom, er meinte sogar das es die Zukunft seines Sports sei, eine neue Dimension.

 

Freundliche Grüsse
Jan und Antje

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